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Moderator: Matthias Balley

X-Ringe/Quad-Ring®

Kategorie: | Hygienic Design » Maschinen/Anlagen - Design | Werkstoffoberflächen/ Werkstoffe » Polymere
Dieser Artikel wurde eingestellt von: Maico Ludwig

Beschreibung



X-Ringe Abb. 1vergrößern sind selbsttätige, doppeltwirkende Dichtelemente mit einem speziell entwickelten Vierlippenprofil aus Acrylnitril-Butadien-Kautschuk (NBR), Fluorkautschuk (FPM), Ethylen-Propylen-Dien-Kautschuk (EPDM) und Silikonkautschuk (MVQ).

Gegenüber einem O-Ring bietet der X-Ring eine doppelte Dichtfunktion. Er benötigt eine geringere Vorpressung, die zu verminderter Reibung bei dynamischem Einsatz führt. Durch das speziell entwickelte Vierlippenprofil neigt der X-Ring bei hin- und hergehenden Bewegungen nicht zum Verdrillen in der Nut.

X-Ringe können als dynamische oder statische Abdichtung in einem weiten Anwendungsbereich eingesetzt werden. Die Auswahl des geeigneten Werkstoffes erfolgt in Abhängigkeit von Druck, Temperatur und dem abzudichtenden Medium.

Vorteile beim Einsatz von X-Ringen



Gegenüber dem O-Ring hat der X-Ring eine doppelte Dichtfunktion. Er benötigt eine geringere Vorpressung, die zu verminderter Reibung bei dynamischem Einsatz führt.

Darüber hinaus bietet er gegenüber einem O-Ring weitere Vorteile:

  • Sicherheit gegen Verdrillen. Die Dichtung neigt aufgrund ihres besonderen Profils nicht zum Rollen in der Nut (bei hin- und hergehender Bewegung)
  • geringe Reibung. Bei vergleichbarer O-Ring Abdichtung wird der X-Ring weniger radial vorgespannt. Kleinere Anpresskräfte ergeben weniger Reibung, geringeren Verschleiß und damit eine höhere Standzeit.
  • sehr gutes Dichtverhalten. Aufgrund einer günstigeren Pressungsverteilung über den Querschnitt wird eine hohe Dichtheit erzielt.
  • Zwischen den Dichtlippen kann sich ein Schmiermittelreservoir bilden.
  • kein störender Pressgrat. Der oft störende Grat am Innen- bzw. Außendurchmesser des O-Ringes (fertigungsbedingt) liegt beim X-Ring zwischen den Dichtlippen.

Wirkungsweise des X-Ringes



X-Ringe sind selbsttätige, doppeltwirkende Dichtelemente. Die durch den Einbau in radialer oder axialer Richtung hervorgerufenen Anpresskräfte bewirken die Anfangsdichtheit. Sie werden vom Systemdruck überlagert. Es entsteht eine Gesamtdichtpressung, die mit steigendem Systemdruck zunimmt. Die Dichtung Abb. 2vergrößern verhält sich unter Druck ähnlich einer Flüssigkeit mit einer hohen Oberflächenspannung. Dadurch wird der Druck gleichmäßig nach allen Seiten übertragen.
 



 


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