Effizenz & Verfügbarkeit
Moderator:
Prof. Dr. Joachim Hennig
Verfügbarkeit, Effizienz
Hauptziel eines jeden Herstellers und Betreibers von Verpackungsmaschinen und anlagen sollte die Steigerung und Stabilisierung der Effektivität sein, welche einerseits durch die spezifischen Verpackungsprozesskosten und andererseits durch die erzielte Effektivausbringung bestimmt wird.
Erster wichtiger Schritt dahin, ist das genaue Wissen um das -link-Betriebsverhalten-link- der Maschine oder Anlage. Hierzu wurden sowohl an der TU Dresden, als auch am
Fraunhofer AVV
zahlreiche Untersuchungen durchgeführt, die letztendlich die Entwicklung einer Methodik zur Durchführung von Analysen zum Ergebnis hatten.
Neben der Ermittlung technischer Kennwerte (z. B. Verfügbarkeit) können auch ökonomische Betrachtungen im Mittelpunkt solcher Analysen stehen. Ziel sollte es auf jeden Fall sein, Schwachstellen im Prozess aufzuzeigen, die im Anschluss durch Än-derungen im technischen/organisatorischen Prozessablauf vermieden werden können.
Dabei sollten auch die Nebenzeiten, so genannte planbare Stillstandszeiten, nicht außer Acht gelassen werden. Untersuchungen in milchverarbeitenden Unternehmen haben beispielsweise gezeigt, dass ca. 15% der Maschinenarbeitszeit für Reinigungsprozesse aufgewandt werden. Demzufolge kommt der Reduzierung von Reinigungszeiten – sei es durch Hygienic Design oder alternative Oberflächen – eine immer größere Bedeutung zu, was sich auch im derzeitigen Forschungsbedarf widerspiegelt.
Grundlage für solche Analysen und daraus ableitbare Optimierungspotentiale ist eine strukturierte Datenbasis. Denn nicht nur aufgrund gesetzlicher Forderungen (z. B. Rückverfolgbarkeit – EG-Verordnung 1935/2004), sondern auch für zukünftige Diagnosewerkzeuge wird eine standardisierte Betriebsdatenerfassung (BDE) immer notwendiger.