LineMod - Zielstellung und angestrebte Ergebnisse
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Forschungsthemen Zielstellung
Das Ziel des Projekts LineMod ist der Aufbau einer Bibliothek von Diagnosemodellen, mit welchen Betriebsdaten in Kombination mit der jeweiligen Anlagenstruktur auf verfügbarkeitsmindernde Störungen hin untersucht werden können. Hierbei sollen sowohl das stillstandsverursachende Aggregat im Rahmen einer
horizontalen Diagnose identifiziert als auch die Ursache innerhalb dieses Aggregats im Rahmen einer
vertikalen Diagnose diagnostiziert werden (vgl. Abbildung). Den zeitlichen Abhängigkeiten, die bei der Datenauswertung bisher vernachlässigt wurden, kommt eine besondere Bedeutung zu.
Abbildung: Problemstellung in komplexen Abfüll- und Verpackungslinien: Durch Fehlerfortpflanzung entlang der Linie ist die Fehlerlokalisierung oft schwierig, da bei Stillstand des Zentralaggregats der Verursacher selbst schon wieder in Betrieb sein kann.
Angestrebte Ergebnisse
1. Strukturierte Vorgaben für Betriebsdaten
Eine übergreifend einsetzbare, automatisierte Diagnose kann nur anhand standardisierter Daten erfolgen. Nach einer Klassifizierung der Maschinen und Komponenten in Abfüll- und Verpackungsanlagen werden Vorgaben zur Betriebsdatenerfassung ein erstes Ergebnis des Forschungsprojekts sein. Sie werden die für eine Diagnose benötigten Daten aller Maschinenklassen definieren und sollen sich später in Form eines Industriestandards in der gesamten Abfüll- und Verpackungsbranche durchsetzen.
2. Modular anpassbares, horizontales Diagnosemodell
Das horizontale Diagnosemodell bildet das Wissen über die Zusammenhänge in verketteten Fertigungslinien ab. Es dient damit nicht nur dem Anlagenbetreiber zur Fehlerlokalisierung (siehe Abbildung), sondern stellt auch Wissen zur Anlagenbeurteilung unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen von Anlagenkomponenten zur Verfügung, das zukünftig bei der Konstruktion und Planung neuer Anlagen genutzt werden kann.
3. Vertikale Diagnosebausteine, exemplarisch für eine Maschinenklasse
Die vertikale Diagnose, die die Fehleridentifikation in der Maschine darstellt (siehe Abbildung), wird im ersten Schritt für eine Maschinenklasse exemplarisch erarbeitet und soll nach Abschluss des Projekts durch Anschlussarbeiten für alle relevanten Maschinenklassen umgesetzt werden.
4. Im automatischen Diagnosesystem verknüpfte und im Praxismaßstab erprobte Modell-komponenten
Für die spätere industrielle Umsetzung der Forschungsergebnisse werden die erhaltenen Diagnosemodelle in Form einer Modellbibliothek zur Verfügung gestellt. Hiermit können Diagnoselösungen individuell auf spezielle Anlagen angepasst werden. Die Anwendbarkeit dieses modularen Ansatzes wird durch Beispielapplikationen nachgewiesen.